Ich war nach langer Zeit mal wieder knipsen. Fotografieren kann man ja nur, wenn man sich vor seinen Bierbauch möglichst weithin sichtbar eine EOS Mark V schnallt. In Ermangelung der frontalen Körperwölbung und des nötigen Kleingeldes zum Erwerb einer digitalen Vollformatkamera werde ich wohl ein Knipser bleiben. Egal. Spaß soll es machen - und das macht es.

fenster

Das eigensinnige Kind
Jacob und Wilhelm Grimm: Kinder- und Hausmärchen. München 1977, S. 564.

Es war einmal ein Kind eigensinnig und tat nicht, was seine Mutter haben wollte. Darum hatte der liebe Gott kein Wohlgefallen an ihm und ließ es krank werden, und kein Arzt konnte ihm helfen, und in kurzem lag es auf dem Totenbettchen. Als es nun ins Grab versenkt und die Erde über es hingedeckt war, so kam auf einmal sein Ärmchen wieder hervor und reichte in die Höhe, und wenn sie es hineinlegten und frische Erde darüber taten, so half das nicht, und das Ärmchen kam immer wieder heraus. Da mußte die Mutter selbst zum Grabe gehen und mit der Rute aufs Ärmchen schlagen, und wie sie das getan hatte, zog es sich hinein, und das Kind hatte nun erst Ruhe unter der Erde.
Wie wäre es, wenn wir in diesem Lande alle religiösen Feiertage abschaffen und durch die gleiche Anzahl Urlaubstage ersetzen? Dann können die Fundamentalisten nämlich ihre Trauer an ihren Feiertagen ausleben und jeder Mensch, der sich mit Religionen schwertut nimmt die äquivalenten Urlaubstage dann, wann es ihm resp. seinem Arbeitgeber paßt. Die Staus vor / nach den Feiertagen wären kürzer und die freien Tage zum zweifelhaften Fest der Liebe wären im Sommer bei schönem Wetter sowieso angenehmer zu verbringen. Ohnehin finde ich es sehr anmaßend, wenn die Vatikan-Fundis Vorschriften machen, wie Menschen den durch sie aufdiktierten Feiertag zu verbringen haben. Bis auf einige wenige Landstriche haben diese religiösen Feiertage sowieso ihre Bedeutung verloren. Weihnachten dient dem Konsumrausch, Ostern ist nur eine große PR-Veranstaltung inklusive stundenlanger Werbespots im TV für die Altherrensekte aus Rom und Himmelfahrt taugt nur noch als Legitimation dafür, sich mal ordentlich einen in die Rübe zu ballern.
Schaffen wir doch einfach diesen religiösen Unfug ab und nehmen dafür Urlaubstage zum selbst planen. Würde mir sehr gefallen ...
Zwei Reportagen zum Konsumieren am Wochenende:

Flake - Mein Leben
In dieser arte-Doku redet Rammstein-Keyboarder Flake über sich, sein Leben und die Musik. Scheint mir immer noch der bodenständige Typ von Feeling B zu sein. Auch für Rammstein-Hasser geeignet.

Das Coolness-Diktat
Eine Doku (mal wieder arte) nimmt sich der Firma Apple an. Läßt Wegbegleiter von Jobs, Apple-Fanboys und viele andere zum Thema angefressenes Obst zu Wort kommen.

Leipziger Messer

Kann mal bitte irgendjemand diesem Uhl erklären, daß dem DCRI der schießwütigen junge Mann in Toulouse bereits lange bekannt war! Scheint ja komplett an ihm vorbeigegangen zu sein, denn er schreit schon wieder nach der Vorratsdatenspeicherung, ohne welche wir natürlich alle sterben werden. Und sehr großartig finde ich seine Argumentation, die da aus ihm heraussprudelt: Vorratsdatenspeicherung rettet Leben.
Sunset LyonBilder wie dieses sind es, welche das Fliegen zum Erlebnis werden und das Warten resp. Rennen auf den Anschlußflug, Sicherheitskontrollen und alberne Wichtigtuer vergessen lassen. Irgendwo zwischen Lyon und Zürich bot sich dieser Anblick durch das verdreckte Fenster hindurch. (Liebe Helvetic: bitte mal waschen)
Ich habe mir übrigens von zwei Franzosen versichern lassen, daß man trotz des Erfolges von "Schti", Nordfrankreich unbekümmert aufsuchen könne. Grundsätzlich träfe der Film wohl die Mentalitätsunterschiede aber vieles sei auch überzeichnet. Ein Film eben ... Und auch sonst war es sehr nett beim Franzosen. Nette Menschen, sehr zuvorkommend. Hat mir gefallen.
Ich hatte in diesem Blog bereits an anderer Stelle erwähnt, daß ich Martin Haase für das, was er tut und wie er es tut, sehr schätze. Das vermeintlich trockene Thema der Sprachwissenschaften anhand aktueller Themen zu vermitteln, daran sind schon etliche Deutschlehrer gescheitert. Ich habe dank Maha die LTI gelesen (welche in jedem Literaturunterricht der 9. oder 10. Klassen einen Platz finden sollte) und mir gelingt es, dank seiner Vorträge immer besser, genauer hinzuhören bei dem, was mir in meinem Alltag gesagt wird und auch bei dem, was die von sich geben, welche sich für tauglich erachten, dieses Land zu regieren. Den folgenden Vortrag hielt Maha auf dem 28C3 zum Thema "Nebelsprech". Eine Stunde sinnvoll Zeit verbringen:

Hier ein kurzer Fortschrittsbericht. Der Rumpf sieht jetzt aus wie ein Rumpf, kleinere Korrekturen sind erledigt und ich habe begonnen, die Schanzkleidstützen anzubringen. Das ist eine ziemlich bösartige Fummelei. Die Stützen sind unten 4mm und oben 0,5mm breit. Da der Hersteller des Modells sie nicht vorgesehen hat, heißt es: selbermachen. Und unter Verweis auf die eben genannten Maße ist das eine Aufgabe, die Zeit verschlingt und nicht in einem Rutsch durchgezogen werden kann. Irgendwann machen die ruhigen Hände und die Augen auch mal Feierabend. Was anderes zwischendurch bauen geht auch nicht, weil sämtliche Aufbauten dann das Anbringen der Stützen erschweren. Also Augen zu und durch. To be continued ...
... der Prostata-Untersuchungssimulator! Greifen sie zu, solange der Vorrat reicht!

Nach meinem sonntäglichen "pacman -Syu" zickte udev rum und ich bekam beim nächsten Boot diese Fehlermeldung präsentiert:

Booting the kernel.
:: Starting udevd...
done.
:: Running Hook [udev]
:: Triggering uevents...done.
Waiting 10 seconds for device /dev/sda3 ...
ERROR: Unable to find root device '/dev/sda3'.
You are being dropped to a recovery shell
Type 'exit' to try and continue booting
sh: can't access tty: job control turned off
[rootfs /]#

Na super! Ihr benötigt die Partitionsbezeichnung bzw. die UUID für /boot und / . Nun bootet ihr euren Rechner von einer Arch-Live-CD und wenn der Eingabeprompt erscheint, geht es los:

# loadkeys de
# mkdir /mnt/arch

Das Root-Device mounten mittels UUID
# mount /dev/by-uuid/70101716-8274-4db5-8994-5273a2e9766a /mnt/arch
oder, wenn ihr in der fstab die Devices angegeben habt
# mount /dev/sda3 /mnt/arch

Wir mounten lustig weiter:

# cd /mnt/arch
# mount -t proc proc proc/
# mount -t sysfs sys sys/
# mount -o bind /dev dev/

Jetzt wird /boot gemountet. Genau wie bei / entweder mit der Bezeichnung (dev/sda-quietsch)
oder der UUID
# mount /dev/disk/by-uuid7b4dc184-38fi-4e51-99f2-727894d56c9 boot/

# chroot . /bin/bash

Jetzt hängen wir uns in das Netzwerk. Da ich an einem Kabel hänge, läuft bei mir eth0. Das müßt ihr aber an Eure Bedingungen anpassen.

# dhcpcd eth0
# pacman -Syu
# pacman -S udev
# pacman -S mkinitcpio
Wenn der Befehl daneben geht, (war bei mir nicht der Fall) so soll
ein Force zum Erfolg führen. Also pacman -Sf mkinitcpio

# mkinitcpio -p linux
# reboot

Hat bei mir funktioniert und vielleicht hilft es ja auch dem einen oder anderen.
.. sollte sich jede der Heulsusen mal fragen, warum man nicht Willens ist, seinen eigenen E-Mailverkehr zu verschlüsseln. In Anbetracht dieser Meldung, die das Netz wohl am Wochenende beschäftigen wird, steigt auch mir die Zornesröte ins Gesicht. Da wird überwacht, natürlich um dem islamistischen Terror Einhalt zu gebieten, herausgekommen ist nichts und nebenbei schauen eben diese Überwacher bewußt weg (Nein, hier hat es keine "Versäumnisse" gegeben) wenn Nazis Morde verüben.
Es braucht weder ein Informatikstudium, noch den Griff in die eigene Geldbörse um verschlüsselte Mails zu versenden, denn GNUPG kostet nix. Aber dazu muß man eben mal über seinen Schatten springen und die Es-soll-einfach-nur-funktionieren-mir-egal-wie-Mail-IP-Netz-etc-funktioniert-Klicki-Bunti-Mentalität ablegen. Lesen! Begreifen! Handeln!
The Poster Boy aus Budapest machen äußerst eingängigen Indierock und bieten ihr Werk "Things we had time for" bei Bandcamp zum kostenlosen Download an. Und wer bei Gefallen trotz ihrer Aufforderung "Type $0 in the price box" ein paar Taler in den Hut wirft, wird die Jungs auch nicht ungnädig stimmen.


Ich habe mich ein wenig, auf mehrfache Empfehlung, mit Openbox resp. dessen Konfiguration beschäftigt. Neben meiner Tastatur liegt eine Logitech MX510, die ein sehr beschauliches Tempo unter Openbox vorlegte. Ich habe ein wenig nach einer passablen Lösung dafür gesucht und bin hier fündig geworden. Der Befehl

xset m 7 10 &
schafft Abhilfe. Die Option "m" dient zur Ansteuerung der Maus, die erste Zahl setzt den Schwellwert, die zweite den Wert für die Beschleunigung. Mit diesen Zahlen habe ich in der Konsole getestet, bis ich ein angenehmes Mausverhalten hatte und danach den Befehl, mit den für mich brauchbaren Werten in die ~/.config/openbox/autostart.sh eingetragen, damit bei jedem Systemstart die Einstellungen geladen werden.
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